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Die Geschichte von Licurgo
Sohn einer Familie vom
Inland in Bahia,genauer von der Stadt Esplanada.Sein
Vater, Finanzbeamter vom Bundesstaat Ruben Tadeu,zog
nach Salvador ,als Licurgo zwei Jahre alt war.Sie
wohnten im Eisenbahn - Vorort Periperi,der sich in den
50 –ziger Jahren entwickelte,ausgewählt von den
Sommerturisten wegen den schönen Stränden und den
charakterischen ländlichen Städten.Mit ruhigem und
sauberem Wasser,mit verschieden Fischarten und unmengen
von Meeresmuscheln,war Periperi auch eine Fischerkolonie,die
mit grossen und von erster Qualität von Fisch und
Meeresfrucht – Fängen rechnen konnte.Es war normal,Häuser
zu sehen,in denen Mehl hergestellt wurde und ebenso auch
der sehr leckere “beiju”.Der Kaffee wurde auf dem Land
angepflanzt,geerntet,geröstet und mit dem Mörser
gemahlen;eine gebräuchliche Medizin gegen Grippe war das
frühe Aufstehen um im Stall frische Kuhmilch mit
verschieden Kräutern zu trinken.

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Fotos klicken
Erste Outdoor-Exposition von Lykurg - Salvador -
Bahia.
Die Strassen waren aus festgeklopfter Erde und es war
normal sich am späten Nachmittag am Abend und am
Wochenende vor den Hauseingang zu setzen, um mit den
Nachbarn zu klatschen oder den spielenden Kindern
zuzuschauen.Auch war es üblich eine kleine Siesta in der
kühlen Brise zu halten.
Das war dieses rustikal – ländliche Klima,mit dieser
Schönheit und Ruhe,in der Licurgo in seiner ganzen
Kindheit und Jugendzeit aufgewachsen war.
Mit acht Jahren begann er die Primarschule in der Schule
“São Domingos” die der katholischen Kirche des
Bundesstaates gehörte.Im selben Gebäude der Schule
befand sich das Studio „São Domingos“von dem aus mit
einem Mikrofon Lautsprecher-Säulen auf der Strasse zu
hören waren.Der Hauptsprecher war Herr Otacílio
Batista,der in seinem Programm religiöse Aktivitäten wie
zum Beispiel „Abend-Meditationen“die jeden Abend mit der
Teilnahme der Bevölkerung im speziellen von Kindern
ausgestrahlt wurden.
Licurgo und seine Geschwister nahmen aktiv an diesen
Austragungen von diesem „Lautsprecher-Radio“ teil,lasen
Gedichte vor,antworteten Kindern auf ihre Fragen,Rätzelspiele
und vor allem Gebete.Da die Mutter Dona Maria de Lourdes
von Licurgo sehr gläubisch war,besuchte er und seine
Geschwister den Religionsunterrich in der lokalen Kirche
und in der Osterwoche nahmen sie an den katholischen
Osterbräuchen teil,die von der lokalen Kirche
organisiert wurde.Ebenfals war er im heimischen
Kirchenchor tätig.Als er mit 12 Jahren die vierte
Primarschule besuchte, kamen schon seine künstlerischen
Fähigkeiten zum Vorschein.In dieser Zeit zum Schulende
gab es Schlussprüfungen,die in einen Art Ordner gelegt
wurden.Sie waren aus Karton und zugebunden mit einem
bunten Band auf der Vorderseite wurden Figuren
aufgeklebt mit sillbernen Sand oder Bleistiftzeichnungen
ebenfals ausgefüllt mit silbernem Sand.
Licurgo machte die Ferienordner wie sie genannt wurden
auch für seine Geschwistern.Sie wurden immer pefekter
und auch die seiner Nachbarn fertigte er an.Landschaftsbilder
aus Öl oder mit Farbstiften waren nun üblich in seinen
Arbeiten.Danach malte er seine Wandbilder gemacht aus
Karton geschützt mit Glas und einem Rahmen aus
Klebpapier das mit einem feuchten Tuch aufgeklebt wurde.
In Folge Mangels an einem Gymnasium im Vorort (sechste
bis achte Klasse)begann Licurgo nach bestandener
Aufnahme im Alter von 12 Jahren (1961) in der
öffentlichen Schule João Florêncio Gomes (heute Colégio
von der Militärpolizei – Ribeira)im Stadtviertel Ribeira
in Salvador.
Von seinem Zuhause musste er zuerst mit dem Zug bis zum
Vorort Almeida Brandão,wo man mit einem Motorboot eine
kleine Bucht bis Ribeira überqueren musste.Licurgo war
bei seinen Schulkollegen sehr beliebt und gefragt um bei
den Schularbeiten zu helfen im Speziellen beim Zeichnen
und ebenfals beim Herstellen der Ordner aus Karton.Die
Zeichnungen von Licurgo wurden von Lehrern sehr gelobt.
Schon als Kind zeigte Licurgo eine Führereigenschaft in
der Familie und so wurde er bei seinen sechs
Geschwistern immer respektiert;war das beim Radspielen,beim
Spiel der böse Wolf,bei der bekannten Kissenschlacht vor
dem Schlafen oder bei Ratespielen mit seinen
Geschwistern oder Nachbarnskindern.
Auf den Fotos oben
zeigen, der Bruder des Licurgo, Rubem da Silva Tadeu
Filho, Autor dieses Textes, und seine Mutter, Maria de
Lourdes Tadeu.
Die ersten Ölbilder erschienen,als sein Vater Ruben
Tadeu am 22.Juni 1968 starb.Licurgo war in dieser Zeit
19 Jahre alt und ein „verlorener Onkel der Familie“ im
zweiten Grad erschien und hielt regelmässigen Kontakt.Es
handelte sich um einen Beamten der Justiz von Bahia und
ebenfals Kunstmaler Itamar Lima de Rezende.Itamar hatte
einen wichtigen entscheidenden Anteil in der Karriere
von Licurgo.Er hat ihn nicht nur angefeuert Bilder zu
malen,sondern auch hat ihn auch beraten und kritisiert.Der
Unterricht wurde wurde auf der Terasse gegeben im Vorort
von „Praia Grande“ an der Rua Pedro Lopes N°23 wohin die
Familie umzog,als Licurgo 14 Jahre alt war.
Die Vermaktung der ersten Werke vom Künstler Licurgo
begann.Die Grösse der Bilder waren verschieden und der
Preis ein bisschen über den Materialkosten.Verschiedene
Themen ,da er in dieser Zeit noch keinen definierten
eigenen Stil hatte.Seine Themen waren
Blumen,Meer,Häuser,es waren Themen,wo er seine eigene
philologische Identität suchte.Der Gewinn der Bilder
wurde wieder in Malmateriel gesteckt,um mehr Bilder zu
erstellen.
Mit 16 Jahren ermunterte seine Tante Terezinha Viera,die
mit ihrem Mann in Rocinha do Pelourinho in der Rua
Leovigildo de Carvalho N°3 wohnte, besser bekannt als
„Joãozinho Carpinteiro auf,seine Bilder auszustellen.Sie
hatten eine Tischlerei und eine Bar und war bekannt
unter dem Namen „Beco do Mota“Dort verkehrten wichtige
bahianische Künstler und Interlektuelle wie zum Beispiel
Jeová de Carvalho (Schriftsteller)Lima(Kunstmaler)Deraldo(Besitzer
von „Kunst und Bar und Galerie und Bar)auch in
Pelourinho,dann weiter Antonio Pintor,Clarindo Silva,Meister
Caiçara(Capoeirist)Esdras(Kunstmaler)und zudem
brasilianische Turisten sowie auch Ausländer,die die Bar
und die Tischlerei besuchten.Zusätzlich muss noch gesagt
werden,dass im Haus wo die Bar funktionierte,Miguel
Arcanjo Barradas Santiago de Santana am 29.09.1896
stammend aus Afrika dem alten Königsreich Tapa da
Nigéria – eine Figur von Jorge Amado in „Tenda dos
Milagres und Tereza Batista Cansada de Guerra.
An den Wochenenden gab es in der Bar Joãozinho typisches
bahianisches Essen wie:Dobradinha,manioçoba,feijoada
baiana,sarapatel,mocotó mit pirão,cozido,xinxim de bofe
und galinha a molho pardo,natürlich durfte nicht fehlen
o caruru und vatapá alles gemacht von der „Tante
Terezinha“
Die Bar wandelte sich gleichzeitig in eine Kunstgalerie.Die
Bilderausstellung von Licurgo war ein atraktiver Teil
und auch verkäuflich.Es waren vor allem Bilder mit
Blumen und Häuser aber auch Ansichten von Pelourinho
waren ausgestellt.
Es gab schon einen wichtigen Fortschritt in der
Kunstwelt von Licurgo.Mit 19 Jahren arbeitete er in der
privaten Telefonfirma vo Bahia (Telefones da Bahia S/A –
TEBASA)Er wurde später als Hilfskraft in der Verwaltung
im Peronalbüro befördert.Am Anfang des Jahres 1970 wurde
die Firma verstaatlicht und hiess dann TELEBAHIA.
In den 70-ziger Jahren stellte Licurgo seine Werke auf
dem Platz „Praça do Terreiro de Jesus“aus.Ein Markt für
Kunsthandwerk der Samstags durgeführt wurde.Es gab viele
Besucher aus Salvador und Turisten,was wichtig war.Ein
anderer wichtiger Punkt war auch der Umzug der Familie
in das Viertel Bonfim,in die Rua do Céu N°23 (wo bis zum
heutigen Datum die Mutter des Künstlers lebt).Im selben
Wohnviertel in der Rua Visconde de Pedra Branca ,wohnte
die Künstlerin Nadir Queiroz,eine Freundin von
Itamar,der Onkel von Licurgo.Es gab ein unvermeidliches
Treffen.Dona Nadir wie sie genannt wurde,wegen ihren 65
Jahren,besuchte Ausstellungen und berühmte Vernisagen in
Salvador.Sie förderte auch künstlerische Ausstellungen
und Veranstaltungen in bekannten Galerien.Dank dieser
Frau hatte Licurgo die tolle Erfahrung gemacht,eine
Gemeinschaftsausstellung mitzumachen,zusammen mit
bekannten Künstlern aus Salvador.Alle Werke wurden
vermarktet und auf verschiedene Ausstellungen gebracht
inklusiv Private.

Lourdes,
Helena, Jose Higino, Iracema und Fátima,
fotografiert von Leni
(Licurgo Mutter, Tante, Onkel, Schwester und Freund),
im Haus seiner Mutter.
Céu Straße, 23, Salvador - Bahia - Brasil - April
2004
In Lokalzeitungen und auch in Zeitungen
mit grosser Ausgaben erscheint der Name Licurgo;aber
der Bekanntheitsgrad erreichte er Anfangs 1970 (ungefähr
1974)als er verantwortlich für die Ilustrationen des
Karneval –Blocks mit dem Namen „ Dengo da Bahia“mit
dem Jorge Amado geehrt wurde.
Jorge Amado bedankte sich sehr für die Ehrung vom
Künstler Licurgo und lud ihn zu einem Mittagessen zu
sich nach Hause ein.Die Presse dokumentierte die
Ehrung und so begann ein grösserer Bekanntsheitsgrad
von Licurgo mit interviews in Studios und Reportern
im Fersehen und Radios zu besten Austragungszeiten.
Text von Rubem da
Silva Tadeu Filho, der Bruder des Licurgo.
September 25, 2007.
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